Sobald die Sonne brennt, zieht es Millionen Menschen an die Seen, Flüsse und Meere der Welt. Doch nicht immer können Rettungsschwimmer alle Badenden auf einmal im Auge behalten – zudem erschweren mitunter Wellen, Untiefen oder Strömungen die Rettung. Abhilfe könnte jetzt der Roboter EMILY schaffen, der Menschen mithilfe von High-Tech vor dem Ertrinken retten soll. Die Idee ist so einfach wie genial: Ein ferngesteuertes Schwimmobjekt, das mit Höchstgeschwindigkeit zu den Ertrinkenden rast, ihnen eine Leine zum Festhalten bietet und sie sicher wieder an Land zieht. EMILY (Emergency Integrated Lifesaving Lanyard), ist die neuste Entwicklung des amerikanischen Unternehmens Hydronalix, das sich auf die Herstellung maritimer Roboter spezialisiert hat. Und wenn alles klappt, könnte EMILY schon bald die Rettung Ertrinkender revolutionieren.



Hohe Wellen sind kein Problem 8,5 Std. kann EMILY an der Küste patroullieren EMILY hat eine Kamera und Lautsprecher
Hohe Wellen sind kein Problem 8.5 Std. kann EMILYan der Küste patroullieren EMILY hat eine Kamera und Lautsprecher


Bisher ist EMILY ferngesteuert und an der Küste Malibus im Einsatz. Ein Rettungsschwimmer bedient die Maschine von Land,einem Boot oder einem Hubschrauber aus und kann mithilfe einer an der Oberseite angebrachten Kamera Sichtkontakt zum Badenden halten. Zusätzlich ermöglicht ihm ein eingebauter Lautsprecher, den in Seenot Geratenen auch über weite Entfernungen zu beruhigen und ihm konkrete Rettungsanweisungen geben zu können.

EMILY, ein bis jetzt noch ferngesteuertes Schwimmobjekt,
das Ertrinkende sicher an Land ziehen kann.

Doch bereits im nächsten Jahr soll EMILY in der Lage sein, autonom zu agieren und Ertrinkende selbständig zu erkennen. Nach Herstellerangaben erfasst EMILY durch das eingebaute Sonargerät dann die typischen Bewegungen von Ertrinkenden und macht sich automatisch auf den Weg, sie zu retten. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 8 km/h ist EMILY in der Lage, rund 8,5 Stunden an einem Küstenabschnitt zu patrouillieren, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt knapp 65 km/h, die durchgehend bis zu 35 Minuten lang gehalten kann. Das einzige, was EMILY nicht schafft, ist so gut auszusehen, wie ihre berühmten menschlichen Vorbilder: Sie hat eine rote Oberfläche mit markantem Notfallkreuz, ist rund 1,40 m lang, 40 cm breit und 20 cm hoch. Die im Frühjahr 2011 kommende Generation soll zu einem Preis von 3.500 US-Dollar erhältlich sein. Sobald EMILY auch in Deutschland auf den Markt kommt, wird Adulante Sie über die ersten Einsätze in heimischen Gewässern und natürlich über alle weiteren Neuigkeiten des Rettungsroboters informieren.