Es gibt Roboter, die putzen, Autos zusammenschrauben, Patienten therapieren oder für nächtliche Sicherheit in Kaufhäusern sorgen. Doch was kommt morgen: Werden wir die perfekten Dienstroboter erschaffen können? Und wer überwacht dabei eigentlich ihr Handeln? Adulante wirft für Sie einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft der Roboterforschung.
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| Heutige Roboter unterliegen EU-Richtlinien |
In der Autoindustrie unverzichtbar |
Ein Roboter darf Mensch nicht verletzen |
Der letzte Tag im Leben von Harry Allen musste ausgerechnet ein Samstag sein. Es war der 21. Juli 1984, ein heißer Tag in Jackson im amerikanischen Bundestaat Michigan. Die Mittagspause in der Diecast Corporation, einem Hersteller von Werkzeugen und Pressteilen, war gerade vorüber, als ihn ein Arbeiter eingequetscht zwischen Pfosten und Industrieroboter fand. Angeblich wollte er im abgesperrten Sicherheitsbereich nur ein paar Metallreste vom Boden sammeln, als der Arm des Roboters ihn erwischte und an dem zehn Zentimeter dicken Metallpfosten einklemmte. Harry Allen erlitt einen Herzinfarkt und verstarb fünf Tage später im Krankenhaus. Er war der weltweit erste Mensch, der durch einen Roboter getötet wurde.
Es gibt Robotergesetze die regeln, was regelbar ist. Außerdem
benötigen sie stets eine vom Menschen programmierte Software.
benötigen sie stets eine vom Menschen programmierte Software.
In der Kunst hingegen ist der böse, menschenausrottende Roboter seit langem allgegenwärtig. Bereits im Jahre 1921 erschuf der Bruder des tschechischen Schriftstellers Karel Capek den Begriff „Roboter", den dieser später für sein Theaterstück „R.U.R. – Rossum's Universal Robots" übernahm. In dem düsteren Science-Fiction-Klassiker starten die industriell hergestellten Androiden, die den Menschen das Leben erleichtern sollen, den Umbruch der Gesellschaft und vernichten schlussendlich die gesamte Menschheit. Und rund zwanzig Jahre später ist es erneut die Literatur, die uns als erste klare Grundregeln für die Entwicklung von Robotern vorgibt. In seiner 1942 erschienenen Kurzgeschichte „Runaround" formulierte der russisch-amerikanische Biochemiker und Schriftsteller Isaac Asimov die sogenannten „Robotergesetze":
1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.
Heutige Industrie- und Haushaltsroboter unterliegen der EURichtlinie 2006/42/EG, einem rund 60-Seiten dicken Werk, das vom notwendigen Schutz vor Blitzschlag bis zum Risiko, in der Maschine eingeschlossen zu werden, alles regelt, was regelbar ist – und so Unfälle wie den von Harry Allen verhindern soll. Kampfroboter oder Drohnen hingegen, die speziell dazu ausgelegt sind, Menschen schaden zu können, halten sich schon alleine aufgrund ihres Verwendungszweckes nicht an ethische Vorgaben.
Doch was ist mit den Alltagsrobotern, die derzeit in der Entwicklung sind? Die uns irgendwann einmal das Babysitten, die Pflege von Senioren oder alltägliche Haushaltsaufgaben abnehmen sollen?








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